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Samstag, 15. Juli 2017

Schöner Wohnen mit einem Glasdach


Man liest es immer wieder, das Vinylfaltdach schrumpft, wird spröde und schlussendlich ist es undicht. Als ich Paula bekommen habe, war es nur ne kleine Stelle, die defekt war. Mit der Zeit aber wurden die Stellen immer mehr. Seit Herbst hatte ich eine Spritze an Board, um das Wasser aus den Laufbahnen des Faltdaches abzusaugen, damit es nicht reinschwappen kann. -Kein Dauerzustand, es bestand Handlungsbedarf.

Es gab mehrere Möglichkeiten:
  • Gebrauchtes Faltdach besorgen, was dann in ein zwei Jahren auch wieder undicht ist
  • Neuen Faltdach Bezug kaufen und einbauen
  • Oder sich umgucken, was sonst so geht.
Ich habe mich für Variante 3 entschieden, es sollte ein Glasdach vom Renault Twingo werden. Soweit ich es wusste, gab es bisher 2 andere Lupos, die diese OP hinter sich hatten. Zumindest habe ich Fotos von zwei Umbauten gefunden. Sieht cool aus und hat nicht jeder.

Glasdach

Zuerst einmal brauchte ich ein Glasdach, das Erste hatte ich bei Ebay gekauft, 60km entfernt für 150€. Kurz vorm Abholen gab es dann eine Nachricht, dass das Dach garnicht mehr existiert. Glück gehabt, kurze Zeit später gab es ein Glasdach in Altenessen zu verkaufen, 9km und nur 50€.
-Also schnell zugegriffen, bevor es ein anderer tut. Jetzt konnte man von einer wirtschaftlichen Entscheidung sprechen, der neue Faltdachbezug wäre weit teurer gewesen…

Die drauffolgende Zeit hab ich das Dach vorbereitet, den Spoiler in Wagenfarbe lackiert, eine neue Dichtung gekauft, den Rahmen geputzt und die Scheiben poliert.
Dann war der große Tag gekommen, die große OP stand bevor. Felix und ich trafen uns um etwa 9 Uhr morgens.
Zuerst einmal wurde der Innenraum geleert, dann alle Schrauben vom Faltdach gelöst und der Flickenteppich rausgehoben.
Jetzt begann der spaßige Teil, Geometrie für Anfänger.
Wir zeichneten die Maße des neuen Daches auf Klebeband, haben nochmal kontrolliert und dann (nach einer Beruhigungs—Cola) die Flex angesetzt. Schon ein komisches Gefühl, in gesundes Autoblech zu säbeln… Naja, musste sein.
Dann Kanten entgraten und mit Rostschutzfarbe überlackieren.

In der Zeit wo der Lack trocknen sollte, haben wir eine Mittagspause eingelegt und uns abends wieder getroffen. Jetzt musste „nur noch“ eben das Dach festgeschraubt und angeschlossen werden, aus dem „nur noch“ wurde eine abendfüllende Schicht.
Es fing an, dass wir die vordere Scheibe nach dem Festschrauben des Daches einbauen wollten. Dazu mussten wir doch wieder einige Schrauben lösen. Dann hatte ich den Twingo-Glasdachmotor zuhause ja schon vorbereitet, im eingebautem Zustand endete das Fensterschieben in der Mitte der Öffnung. Mehrere Male hab ich rumgelötet, schlussendlich hab ich den Motor stumpf an die vorhanden Kabel vom Lupo angeklemmt. Es funktioniert problemlos und der Motor hört in den Endstellungen auch auf zu laufen.
Am Ende des Abends haben wir es aber dennoch geschafft, der Innenraum wurde gesaugt und wieder zusammengebaut. Dann sollte es nach Hause gehen, Schlüssel gedreht: Nix. Also Wagen rausgeschoben und Überbrückt. Endlich wieder ein dichtes Dach, Mission erfolgreich.
Ein paar Tage hatte ich Probefahrt mit dem neuen Dach, geschlossen merkt man von der Geräuschkulisse nicht, dass man das Dach öffnen kann. Geöffnet kann man jetzt auch ohne die Aufstellfenster fahren. Alles wunderbar.. Nur… Die Schiebescheibe klapperte. Die Läufer waren doch kaputter als ich zuerst angenommen hatte.

Nachdem ich mich im Internet erkundigt hatte, was neue Läufer kosten, habe ich welche in CAD nachkonstruiert. Dann guckte ich nach den Druckkosten.. -Ich bin zum Boschservice gefahren und hab mir welche für teuer Geld gekauft.
Einen Tag später haben wir die Scheibe nochmal ausgebaut und die neuen Läufer angesteckt: Endlich Ruhe, kein Klappern mehr. 

Dachhimmel

Jetzt war das Äussere fertig, aber innen sah man noch das Blech. Geht garnicht. Also musste der Dachhimmel zurechtgeschnitten werden.
Erstmal nur ganz grob die Grundmaße, dann wurden die Schnitte immer genauer.
Irgendwann passte dann die Dachöffnung, aber der Hügel war zu lang. Der muss gekürzt werden.
Ja, jetzt ist der Hügel kurz, was nun?
Erster Plan war den originalen Deckel zu kürzen.
Ging, war aber nicht das Optimum. Während ich so bastelte, hatte ich den Gedanken, aus einem zweitem Himmel das Lampenelement rauszuschneiden und bei mir einzukleben. Also hin zum Schrott, Lupohimmel ohne Ausschnitt gesucht und den Lampenteil mitgenommen.
Passt perfekt. So hatte ich mir das vorgestellt!
Nun mussten noch die Spalte zwischen Himmel und Dach gefüllt werden, dafür eignete sich das Schrottplatzteil auch wunderbar als Material.
Jetzt war die Form finalisiert, aber bevor der Himmel ins Auto kommt, hab ich schnell noch eine Scheibenantenne organisiert und an die hintere Scheibe geklebt: Fällt niemandem auf und ich habe endlich seit Anbau des GTI-Spoilers wieder Radioempfang. Nicht den besten, aber ich hab Empfang!
Zurück zum Himmel, dieser passte nun von der Form, sah aber alles andere als wohnlich aus.
Deswegen hatte ich mir Dachhimmelstoff besorgt, schwarz (um den GTI Look weiterzuführen), damit habe ich dann Himmel, C-Säulen und den Rollokasten vom Glasdach beklebt. Sollte ja alles einheitlich edel sein ;)
Passend dazu habe ich die Griffe, das Brillenfach und die Lampe umlackiert, die Sonnenblenden habe ich vom GTI gekauft.
Und nun, Präsentationsreif: Die Finalen Einbaufotos vom Glasdach/Himmelbauprojekt.
Tine Wittler wäre stolz!

Dienstag, 2. August 2016

Öltemperaturanzeige

Womit kann man Motoren richtig schön quälen? Und was wird nicht vom Auto überwacht? Genau, serienmäßig haben die wenigsten Autos eine Öltemperaturanzeige.

Dooferweise haben die ganzen kommerziellen Nachrüstthermometer „riesige“ Analoganzeigen, grelle LEDs oder weiß der Teufel nicht alles. Jedenfalls wer eine Anzeige nachrüstet, will es wohl zeigen. Vor McDonalds, Burgerking oder an der Dorftanke. Am besten wie bei Fast&Furious oder Need4Speed.
Aber ich kann verstehen, warum man zeigen will, was man hat: Die Dinger kosten richtig Schotter!

Paula will aber lieber im Cockpit möglichst unauffällig daherkommen, aber dennoch die ein oder andere Raffinesse bieten. Deswegen hab ich mich mal hingesetzt und rumexperimentiert und gebastelt. Materialwert etwa 8€, wie genau die Anzeige ist kann ich nicht sagen. Aber besser als keine und bestimmt nicht schlechter als eine aus Taiwan.

Ich wollte schon immer mal mit einem Arduino rumwerkeln, hier bot sich die Gelegenheit. Erst hatte ich mit den ganzen Thermostatplatinen bei eBay geliebäugelt, aber wie die funktionieren weiß keiner und welche Funktionen sie bieten konnte der Google Übersetzer nicht in die Auktionen kopieren.

Hier ist jedenfalls die Einkaufsliste für dieses Projekt:

  • Arduino Nano (Klon, tut aber nix zur Sache)
  • 4 normale 3mm LEDs (Blau, Gelb, Grün, Rot) 
  • 220 Ohm Widerstand (+Poti der rumlag)
  • Temperatursensor LM35
  • 12v zu USB Adapter
  • altes Telefonkabel
  • neue Ölablassschraube + Kupferdichtring
  • 3,5mm Stereo Klinkenstecker und Buchse
  • Doppelstecker für den Stromanschluss
  • Heißkleber
  • JB-Weld (Temperaturbeständiger 2K-Kleber)

Zu Beginn bastelte ich den Blinddeckel um, unten waren vier Dellen, jetzt sind es vier 3mm Bohrungen.

Als nächstes habe ich ein für den Sensor passendes Sackloch in die Ölablassschraube gebohrt, dann auf der einen Seite des Telefonkabels den Sensor festgelötet, die andere Seite des Kabels hat einen Stereoklinkenstecker (ehemalig von einem Kopfhörer) bekommen. Die Sensorseite wurde mit JB-Weld eingeklebt.
Als nächstes wurde die Klinkebuchse passend an den Arduino gelötet.
Das war der durchgängig funktionstüchtige Teil (naja, hier kann man ja auch nicht viel Falsch machen...), entwicklungsfreudiger stellte sich die Anzeige heraus:

Version 1 sollte mit einer RGB LED betrieben werden, alle Löcher waren mit einer klaren LED gefüllt und von hinten durch einen Strohhalm angeleuchtet.
Was Zuhause noch wunderbar funktionierte, ging im Auto gar nicht. Es war leider zu dunkel und man erkannte absolut nichts.
Version 2 hat dann vier einzelne LEDs bekommen, jetzt war die Anzeige aber viel zu hell.
Provisorisch hab ich nen mit Edding bemalten Tesastreifen draufgeklebt. Ging, sah aber doof aus.

Version 2.5 hat zusätzlich noch einen Poti (hatte ich noch rumliegen, man nennt mich ja auch elektro-Ludolf) zum Helligkeit dimmen. 
Jetzt bin ich mit der Helligkeit zufrieden. Sieht zwar aus wie aus'm Legokasten, aber wat solls? Hauptsache et läuft.

Achja. So wie das bisher geschrieben ist, läuft da noch garnix. Ich musst mich mit ein, zwei Pils hinsetzen und wat entwickeln. War aber garnicht mal so schwer, ist doch noch sehr Basis Programieren gewesen:
Anschlussplan:
Wie sagt man? Nicht schön, aber selten.
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Nachtrag: Habe bei Conrad ein Gläschen Tamiya X-19 ("Smoke" Window Tint) gefunden und gekauft. Damit hab ich die LEDs angemalt, jetzt erscheinen sie alle grau solang sie nicht leuchten... Wunderbar!
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Nachtrag #2: Inzwischen hab ich noch ein zweites Thermometer gebaut, daher konnte ich Fotos von der Schraube nachliefern. Das neue Thermometer ist für einen Facelift-Lupo bestimmt, der hat andere Schalterkappen:

Sonntag, 14. Dezember 2014

Tuningtrend der 90er

90er Tuning: Airbrush, Chrom, Flipfloplack und.... Einarmwischer!

Einarmwischer hab ich mal ausgetestet, aber eher unfreiwillig. Mir ist das Wischergestänge am Lupo kaputtgegangen. -Typische Lupokrankheit. Nach 153500km in 15 Jahren mach ich da auch kein Theater, es ist ein Kunststoffkugelgelenk welches seinen Geist aufgegeben hat und die Antriebswelle nicht mehr hält.
Kann man einzeln kaufen, dauert dann aber. Und wenn der Wagen ein Daily ist, dann kann das nicht warten, Montag (morgen!) solls regnen.

Also habe ich mir aus nem Schlachtlupo einen Wischermotor mit Gestänge organisiert.
Zuerst hatte ich bei ebay geguckt, dann mal bei Facebook alle Leute hier aus der Nähe angeschrieben, von denen ich wusste, dass im Keller ein zerlegter Lupo liegt.
Ebay zerstörte die Preise, aber wenn man den Keller leerhaben will, beißt man in den sauren Apfel. -Also wurde der Ebaypreis genommen und ich zahlte heute 25€ für den kompletten Wischerantrieb.

Und da es morgen regnen soll, hab ich heute bei meinen Großeltern vor der Haustür zwischen Kaffee und Kuchen schrauben müssen.
Zuerst mussten die Wischerarme abgeschraubt und das Windleitblech abgezogen werden.
Hier sieht man das defekte Gelenk.
Drei Schrauben und einen Stecker später konnte ich das Altteil und das Ersatzgestänge nebeneinander legen
Ich hatte die Gelenke mit Fett und WD40 bearbeitet, schaden kann es sicherlich nicht. Dann hab ich das Gestänge wieder montiert.
Bevor ich das Windleitblech wieder montierte machte ich dadrunter richtig sauber, die eingestanzte Fahrgestellnummer war unter einer dicken Schmutzschicht vergraben. Jetzt glänzt der Wagen dort wieder wie am erstem Tag ;) (das Foto ist natürlich noch im dreckigem Zustand gemacht)
Und dann wurde alles wieder zusammengesteckt und zusammengeschraubt.
War insgesamt etwa ne halbe Stunde Arbeit, hätt ich nicht noch gefettet und geputzt wäre es auch schneller gegangen. Aber wozu, ich wurde ja sogar noch im hellem fertig.

Nach getaner Arbeit gings dann wieder hoch zu OmaOpa und es ging in die 2te Runde an der Kaffeetafel.

Freitag, 5. September 2014

Temperatursensor getauscht

Meine Kühlwassertemperaturanzeige im Tacho sponn: Mal zeigte sie nichts an, mal sprang sie munter rauf und runter, mal geisterte die Tempertur bei 70°C rum und nach Stundenlangerfahrt bewegte sich der Zeiger langsam auf die 90°C zu.
Also hab ich mal rumgefragt ob meine Vermutung, dass der Sensor hin ist die eheste Möglichkeit ist. Wurde mir mehrfach bestätigt, also hab ich mir einen neuen bestellt. Koste 12€, Bilstein Febi stand aufm Karton.

Heute morgen hab ich mich an den Einbau gewagt, war nicht schwer. Der Motor musste dafür auch ausgekühlt sein, Verbrühungen vom Wasser will ja niemand haben.

Zuerst habe ich die Motorabdeckung abgemacht, die war doch etwas im Weg.
Dort sitzt der Sensor, leider mit der Öffnung nach unten...
Nachdem ich den Stecker abgezogen hatte, tropfte schon etwas Wasser aus der Öffnung.
Den eigentlichen Wechsel hatte ich gefilmt, leider ist der alte O-Ring im Gehäuse geblieben und ich hatte erst den neuen Sensor mit dem neuem Ring dagegen gepresst. Musste halt schnell gehn, da sofort das Wasser rauslief. Aber soviel Wasser ist beim ganzem Wechsel garnicht ausgetreten.
Würde sagen insgesamt weniger als ein halber Liter Kühlwasser.
Hier der neue Sensor
Das ausgelaufene Kühlwasser hat dann wieder den Weg in den Kühlkreislauf gefunden :D
Ein wenig Wasser musste ich aber nachfüllen, ist ja nicht alles in der Wanne gelandet.

Samstag, 2. November 2013

Nasen OP

Irgendwann hatte ich mal wieder nen Lupo mit schwarzem Emblem gesehen und dachte mir:
"Bau nach! Hast ja noch Carbonfolie, wenns dir nicht gefällt, reisste es wieder ab!"
Also ran an die Bulletten und angepackt:
Zuerst mal das Emblem aus dem Kühlergrill gefriemelt, ging ganz einfach: Oben ist ein Klipp zusehen, wenn man den mit nem Schraubendreher hochdrückt kann man das Emblem durch rumwackeln und reißen rausziehen.
(Bilder sind von "http://forums.clublupo.co.uk" geklaut)
Dann ging es ans Folieren:
 Erst einmal habe ichs Emblem gespült.
Und dann direkt beklebt.
-Sah scheiße aus, ich hätte das Chromteil vom Träger trennen sollen. So war Folie aufm dunkelgrau zusehen und es sah wie schlecht gewollt und nicht gekonnt aus. Also nochmal:
Alle Klippse wurden mit nem kleinem Schlitzdreher ausgeklippst, sodass das Chromteil einzeln war
 Ist doch direkt viel handlicher
Zuerst habe ich einfach das Emblem auf die Folie geklebt, dann mit dem Heißluftfön aussen rum erhitzt und so gut es ging faltenfrei gezogen. Bei den Aussparungen habe ich die Ecken freigeschnitten, erhitzt und umgeschlagen. Den Trennstrich in der Mitte habe ich erst erhitzt und dann mit nem 5ct-Stück eingedrückt. Sieht ganz passabel aus :D

Bevor ich folierte habe ich den Grundträger mit Mattschwarz behandelt, passt besser als dieses Grau.
Dann nachm Trocknen des Lackes habe ich das Emblem wieder zusammengesetzt:
Und dann gings direkt zum Wagen, Endmontage.
Irgendwie fehlt da der Kontrast- bzw. Wiederholungspunkt. Es ist einfach zuviel verschieden. 

Aber da ich für den Tüv ehh wieder die anderen Blinker haben muss, holte ich sie am nächstem Tag bei Hendrik ab, da er zwischenzeitlich seinen Lupo verkaufte und ich ihm letztens noch nen Satz Blinker gegeben hatte, den er jetzt nicht mehr braucht..

Und nun mit klaren Blinkern, sozusagen das Tüvgesicht:
So kann mans erstmal wieder lassen. Und wenn dann wieder Orangezeit ist: Folie ab!